SPD-Ortsverein im Gebhardshainer Land

SPD- Kreisverband wählte Kandidatinnen und Kandidaten für die Kreistagsliste

Kommunales

Die Sozialdemokraten im Kreis Altenkirchen wollen nach der Kommunalwahl die stärkste Fraktion im Kreistag werden. Diese Zielvorgabe gab SPD- Fraktionssprecher Bernd Becker bei der jüngsten Kreiskonferenz zur Aufstellung der Kreistagsliste aus.

„Wer Politik gestalten will, muss mutige Entscheidungen treffen“, rief der Betzdorfer Bürgermeister Bernd Brato als „Hausherr“ den Delegierten im Barbarasaal der Stadthalle Betzdorf zu. Mit dem Breitbandausbau vor Ort habe man landesweit ein Musterprojekt vorzuweisen. Die Sozialdemokraten hatten nicht umsonst Betzdorf als Sitzungsort ausgewählt. Denn dort steht am 25. Mai auch die Bürgermeisterwahl an. „Betzdorf braucht weiter einen starken Bürgermeister und der Landkreis eine starke Sozialdemokratie“, so der SPD- Kreisvorsitzende Andreas Hundhausen in seiner Begrüßung.

In einer vernünftigen Infrastruktur und guter Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sieht Hundhausen die größten Herausforderungen für den Kreis Altenkirchen. Bei letzterer erwartet der SPD- Kreischef klare Bekenntnisse zu den Standorten und Trägern, gerade auch vom politischen Gegner. Statt einem permanenten Schlechtreden der Heimatregion forderte Hundhausen mehr Selbstbewusstsein und ein Besinnen auf die eigenen Stärken.
Unterstützung erhielt er von der SPD- Spitzenkandidatin für den Kreistag, MdB Sabine Bätzing- Lichtenthäler. „Die Schlusslichtdebatte im Kreis kann ich nicht mehr hören. Wir wollen, dass sich junge Familien bei uns wohlfühlen“, erklärte die SPD- Politikerin, die als Beispiele den Einsatz für mehr Arbeitsplätze und eine gute Infrastruktur nannte.

In seinem Bericht schlug Bernd Becker einen Bogen von den vielfältigen Aktivitäten der Kreistagsfraktion in der zurückliegenden Legislaturperiode zu den wichtigen Zukunftsprojekten. Bei jeder einzelnen Entscheidung müsse geprüft werden, wie sie sich in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht auf kommende Generationen auswirke, postulierte Becker: „Wir machen nicht nur Politik für die heute wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger.“ Das Thema „Mobilität“ umfasse nicht nur die Infrastruktur mit Kreis- , Landes- und Bundesstraßen. Öffentlicher Personennahverkehr und Güterverkehr auf der Schiene stehe auch auf der Agenda des Kreises; so habe die SPD sich um die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes gekümmert und dabei erreicht, dass Auftragnehmer im Hinblick auf ihre Tariftreue geprüft werden sollen. „Die Abfallwirtschaft ist bedeutender Akteur des Klimaschutzes“, erklärte Becker und schilderte, wie mühsam es sei, diese Erkenntnis in der Kreisspitze zu vermitteln. Die Abfallwirtschaft müsse im Übrigen kommunaler werden, um nicht künftig dem Markt vollkommen ausgeliefert zu sein. „Wir wollen deutlich mehr, als eine Vergabestelle für Private“, forderte Becker und beschrieb eine professionelle Betriebsführung, sowohl operativ, als auch strategisch. „Als Erstes muss die Logistik, also Betriebshof und Umladestation in kommunale Hand.“
Kommunale Energiepolitik habe – wenn sie wirkungsvoll sein solle – immer auch eine unternehmerische Komponente. Becker: „Die Chancen, zu einem kommunalen Netzbetrieb im Kreis zu kommen, müssen genutzt werden. In einer Energiegesellschaft des Kreises könnten alle Aktivitäten gebündelt werden“.
Im sozialen Bereich müsse der Kreis sich vom Reparaturbetrieb zum vorsorgenden Partner der Menschen entwickeln. „Präventionskette von Anfang an“ sei die Überschrift für eine aufsuchende und beratende Sozialarbeit für Jedermann, auch festgemacht an VG- getragenen konzeptionell vernetzten Kindertagesstätten mit einem „Familienzentrum“ je Verbandsgemeinde.
Es sei neben juristischer Vorsicht, die durchaus in einer Behördenleitung zuweilen erforderlich sei, auch Tatkraft und Kreativität in der Kreisspitze gefordert. Becker wählte für die Akteure in der Kreispolitik das Bild eines Autorennens. „Der Landrat sitzt im Safety- Car, fährt vorne weg und verhindert zusammen mit den schwarzen Rennwagen der CDU, dass es schneller vorwärts geht“. Die SPD sei in den letzten Jahren die treibende Kraft im Kreistag gewesen und so solle das auch bleiben, erklärte Becker unter dem Beifall der Genossinnen und Genossen.

Als Kandidatinnen und Kandidaten für den Kreistag wurden mit breiter Mehrheit gewählt (in Klammern der jeweilige SPD- Ortsverein):
1. Sabine Bätzing- Lichtenthäler (Hamm), 2. Bernd Becker (Gebhardshain), 3. Heijo Höfer (Altenkirchen), 4. Andreas Hundhausen (Kirchen), 5. Petra Stroh (Weyerbusch), 6. Thorsten Wehner (Wissen), 7. Bernd Brato (Betzdorf), 8. Anke Rißler (Mudersbach- Niederschelderhütte), 9. Hans- Georg Sayn (Herdorf), 10. Ingrid Baumann (Flammersfeld), 11. Rainer Gerhardus (Daaden), 12. Anka Seelbach (Altenkirchen), 13. Rolf Dornhoff (Kirchen), 14. Jürgen Linke (Wissen), 15. Alexandra Probst (Herdorf), 16. Edgar Peters (Hamm), 17. Benjamin Geldsetzer (Betzdorf), 18. Hannelore Dommus (Daaden), 19. Rainer Düngen (Altenkirchen), 20. Evi Brück (Wissen), 21. Dr. Matthias Krell (Betzdorf), 22. Bernd Becker (Niederfischbach), 23. Carlo Grifone (Betzdorf), 24. Zainab Molsberger (Kirchen), 25. Ellen Creutzburg (Altenkirchen), 26. Ralf Weyrich (Gebhardshain), 27. Manfred Schumacher (Flammersfeld), 28. Reiner Rühmann (Weitefeld), 29. Verena Schmidt (Wissen), 30. Ursula Leitner (Niederfischbach), 31. Rainer Müller (Hamm), 32. Ralf Schwarzbach (Altenkirchen), 33. Christopher Becher (Betzdorf ), 34. Doris Ecker (Flammersfeld), 35. Ines Lenz (Daaden), 36. Josef Schwan (Wissen), 37. Dirk Weigand (Altenkirchen), 38. Volker Niederhöfer (Hamm), 39. Thomas Mäusezahl (Niederfischbach), 40. Andreas Müller (Betzdorf), 41. Christof Schneider (Gebhardshain), 42. Bettina Schwarz- Bender (Niederfischbach), 43. Frank Bettgenhäuser (Altenkirchen), 44. Ulf Imhäuser (Altenkirchen), 45. Heinz- Werner Birkenbeul (Hamm), 46. Christian Greb (Betzdorf).

Ersatzkandidaten: 47. Peter Ecker (Flammersfeld), 48. Daniel Nauroth (Gebhardshain), 49. Walter Strunk (Daaden), 50. Frank Eckart (Betzdorf), 51. Sibylle Brass (Kirchen), 52. Angelika Buske (Friesenhagen).

 
 

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